Schwerinstraße (Karlstraße)

Schwerinstraße 2020
Schwerinstraße (bis 1929 Karlstraße) Foto: Kohlengräberland

Schwerinstraße, ehem. Karlstraße bis 1929 (Bochum-Gerthe, Von-Köckeritz-Str. – Castroper Hellweg)
Standort (N 51° 30`58.5„/ E 007° 16`22.3„)

Karlstraße (seit 1929 Schwerinstraße) Foto: Stadt Bochum

Zechensiedlung der Bergbau AG Lothringen, benannt nach der seit 1875 fördernden Zeche Graf Schwerin in Castrop-Rauxel. 1961 Verbund zu Lothringen – Graf Schwerin, 1967 erfolgte die Stilllegung beider Zechen. Im Namensverbund mit Schürbankstraße, Freie-Vogel-Straße und Schürener Straße.

Weitere Informationen zu Zechensiedlungen der Bergbau AG Lothringen siehe auch:  Heinrichstraße, Karl-Ernst-Straße, Auf dem Kray, Fischerstraße. 

Quelle:
Stadt Bochum, Vermessungs- u. Katasteramt, „Bochumer Straßennamen – Herkunft und Deutung“,
S. 400, 1. Aufl., Bochum 1992.

Schwerinstraße 10 – Wohnhaus von Johann Sigl

Schwerinstr.10, ehem. Wohnhaus von Johann Sigl (Foto: Kohlengräberland 2020-03)
Schwerinstr.10, ehem. Wohnhaus des Nazi-Opfers Johann Sigl (Foto: Kohlengräberland 2020-03)

Schwerinstraße 10, ehem. Karlstraße bis 1929,
(Bochum-Gerthe, Castroper Hellweg – Von-Köckeritz-Str.)
Standort  (N 51° 31’06.0“/ E 007° 16′ 32,7“)

Wohnhaus des KPD-Mitglieds Johann Sigl, Bergmann auf der Schachtanlage Lothringen. Am 4. April 1933 wurde er von der SA entführt. Im Keller der Hegel-Schule, der in der Bevölkerung „Blutkeller von Gerthe“ genannt wurde, warf man ihm eine Decke über den Kopf und schlug ihn mit Gummiknüppeln, Drahtseilen und Eisenstangen. Am 12. April 1933 starb er im Alter von 35 Jahren im Maria-Hilf-Krankenhaus an seinen erlittenen Verletzungen.

(nach: Günter Gleising, 2013 in: http://vvn-bda-bochum.de/archives/4723, aufgerufen am 2020-03-24/9:15) Stand: 2020-03-24/20:45

Einen ausführlichen Text mit Informationen über das Schicksal von Johann Sigl finden Sie unter diesem Link